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STUNTINFO

STUNTTEAM - KASKADEUR GMBH
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Die Stuntarbeit
Ist anspruchsvoll. Viel Fleiß, Geduld und Ehrgeiz sind nötig, möchte man als Stuntman oder - women sein Geld verdienen. Ständige (!) körperliche Fitness und Körperbeherrschung ist grundlegende Voraussetzung, ein sehr intensives, regelmäßiges Training Pflicht. Auch wichtig: Teamfähigkeit, Besonnenheit und gut Selbsteinschätzung, Man sollte Respekt, aber keine Angst vor dem haben, was man macht. Risikofreudigkeit ist bei der Arbeit fehl am Platz.

Gefährlich?

Wer seinen Job richtig beherrscht, für den ist die Arbeit weitestgehend ungefährlich. Nur bei Unerfahrenheit oder Unaufmerksamkeit können gefährliche Situationen entstehen. Alle Szenen werden bis ins kleinste Detail geplant, die Abläufe immer wieder geübt. Die Vorbereitung für Schlägereien ist besonders aufwändig. Bei Treppenstürzen beispielsweise ist eine gute Abrolltechnik absolut notwendig. Wenn jemand, der ungeübt ist, die Treppe hinunterfällt, bricht er sich wahrscheinlich sämtliche Knochen.

Die Stuntausbildung
Ist umfangreich und anstrengend. Klettern, Höhentraining, Akrobatik, Fall-, und Sprungtechniken, Schleudertraining: Zunächst werden die Grundlagen des Berufs beigebracht. Später werden die spezifischen Stuntarten, beispielsweise Auto-, Kletter-, oder Waffenstunts, aber auch Showkämpfe und Personenbrand trainiert. So spektakulär die Tricks aussehen, so wichtig ist den Profis die Sicherheit. Zur Grundausbildung zählen Erste Hilfe und Feuerlösch-Übungen. Sie kommen noch vor den Schauspielübungen, die wesentlich für den Job sind. Denn um nicht sofort als Double der echten Schauspieler entlarvt zu werden, müssen die Stuntleute ebenfalls Schauspielkenntnisse haben. Zur Ausbildung gehört entsprechend Rollenfindung, Mimik und Gestik.

Die bessere und bevorzugte Stuntmanausbildung ist die in einem Stuntteam, viele Stuntteams nehmen neue Stuntschüler auf und integrieren sie nach der Stuntausbildung in ihr Stuntteam. Die Ausbildung dauert zwei bis drei Jahre je nach Talent des Schülers. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Ausbildung umsonst ist, wenn man anschließend dem Team beitritt. Die Ausbildung umfasst Körperkoordination (Kampftechnik, Klettern, Schwimmen, Sprung- und Sturztechnik), Fahrzeugtechnik, das Steuern von Fahrzeugen aller Art und zuletzt die Stunttechnik, die sich mit der Sicherheit beim Dreh beschäftigt, je nach Schule oder Team kann die Ausbildung variieren. Als Voraussetzung sollte man auf jeden Fall ein gewisses Körpergefühl haben und einigermaßen sportlich sein. Erfahrung im Kampfsport oder Leichtathletik sowie technisches Verständnis erleichtern die Ausbildung. Einige Stuntschulen oder Stuntteams setzten auch eine Stuntausbildung oder Lehre für die Stuntausbildung zum Stuntman / Stuntwoman voraus, in allen Fällen muss man sich einem Test unterziehen, in dem geprüft wird, ob man als Stuntman geeignet ist. Außerdem sollte man nicht älter als 35 sein.

STUNTMAN
Ein Stuntman (Mehrzahl Stuntmen, engl. „Trickvorführer"), veraltet auch Kaskadeur (nach frz. cascadeur), ist das Double eines Filmschauspielers und übernimmt in schwierigen und gefährlichen Szenen dessen Rolle. Es heißt, der Zirkus habe den Stunt geboren. In der Anfangszeit des Films übernahmen einige Schauspieler, selbst die Ausführung der gefährlichen Szenen. Später wurden hierfür darauf spezialisierte Doubles eingesetzt, die jedoch meist eher unbekannt im Hintergrund agierten. Einige wenige schafften es jedoch selbst berühmt zu werden.

PYROTECHNIK
Als Pyrotechniker ist keine Berufsausbildung im bekannten Sinne erforderlich, sondern lediglich ein Befähigungsschein im Rahmen des deutschen Sprengstoffrechts, nach § 20 des deutschen SprengG, um gewerblich im Auftrag einer Firma in der Pyrotechnik arbeiten zu dürfen. Voraussetzung ist das Mindestalter von 21 Jahren, eine Unbedenklichkeitsbescheinigung, die körperliche Eignung sowie eine bestandene Fachkundeprüfung bei einem staatlichen oder einem staatlich anerkannten Lehrgangsträger, für die Berechtigung der Klasse IV die nachweisliche Mitarbeit an 26 Großfeuerwerken. Für das Inverkehrbringen oder den Erwerb pyrotechnischer Gegenstände bedarf es hingegen einer Erlaubnis nach § 7 SprengG, die auf das Unternehmen (Firma) ausgestellt wird. Des Weiteren gibt es noch die Erlaubnis nach § 27 SprengG für private Tätigkeiten (z. B. Böllerschützen, Vorderladerschießen, Wiederladen, Modellraketenfliegen, aber auch dem Abbrennen von Feuerwerken). Dem Befähigungsscheininhaber nach § 20 SprengG ist es generell nicht gestattet selbstständig tätig zu werden, sondern nur für seinen Arbeitgeber, den Erlaubnisinhaber nach § 7 SprengG, durch den er auch erst Versicherungsschutz erhält! Selbst ein bloßer Erwerb von erlaubnisscheinpflichtigen Artikeln ist dem Befähigungsscheininhaber nicht erlaubt. Diese erhält er ausschließlich durch seinen Arbeitgeber. Wer also selbst erlaubnisscheinpflichtige Artikel erwerben will, benötigt daher zwingend eine Erlaubnis nach § 7 SprengG als Unternehmer oder nach § 27 SprengG als Privatperson. Diese wird nur dann erteilt, wenn eine entsprechende Haftpflichtversicherung (beim Abbrennen von Feuerwerken) nachgewiesen wird. Ein Erlaubnisinhaber nach § 27 SprengG darf hingegen keine gewerbliche Tätigkeit ausüben. Um die Fachkunde zu erhalten, hat der Befähigungsscheininhaber vor Ablauf von 5 Jahren an einem Wiederholungslehrgang teilzunehmen und darf zudem nicht länger als 2 Jahre mit der Tätigkeit pausieren. Sonst verliert ein ausgestellter Befähigungsschein

STUNTS
Die häufigsten sind:
Highfalls, Abseilen, Bodystunts, Autostunts, Motorradstunts, Feuerstunts,
Schlägereien, Überfahrszenen, Skate-Trainer, Tauchen, Treppenstürze,
Schwertkampf, Ski, Inlineskaten, Rollschuhlaufen, Fahrradstunts, Klettern,
Trampolin, Umgang mit Hieb- und Stichwaffen, Sicherungsarbeiten Material und Team

Einführung "Chinese-Ratchet"

1.) Erläuterung des nötigen Grundwissens

Beschreibung:
Das Chinese-Ratchet wird verwendet um Personen von einer Stelle wegzuziehen.
Dazu wird ein Stahlseil an der Harness-Weste des Stuntman befestigt.
Das Stahlseil läuft über mehrere Umlenkrollen und wird am anderen Ende mit geeigneten Vorrichtungen versehen, an denen die Stunttechniker den Stuntman wegziehen können.
Diese Vorrichtung kann aus einem kurzen Tau (besserer Grip) oder Bandschlaufen bestehen.
Damit von zwei Personen besser synchron gezogen werden kann, lässt sich auch ein kurzer Stab als Zuggriff verwendet.
Einen besseren Effekt erreicht man allerdings, wenn die Beschleunigung durch einen Sprung der Stunttechniker von einem Podest/Gerüst o.ä. erhöht wird.

2) Voraussetzung / Grundwissen:

Seilkonstruktionen mit Stahlseilen
Verwendung von Bandschlaufen
Umgang mit Karabinern
Umgang mit Harness-Westen
Knotenkunde

3) Fragen & Theorie

Warum Stahlseile und kein Kletterseil?

• Das Stahlseil hat gegenüber dem Kletterseil kein Rack. Dadurch erfolgt die Kraftwirkung von den ziehenden Personen auf die gezogene Person unmittelbar.
• Das Stahlseil hat bei gleicher Festigkeit einen wesentlich geringeren Durchmesser als das Kletterseil, dadurch ist das Stahlseil später einfacher (wenn überhaupt nötig) wegzuretuschieren.
• Das Stahlseil hat weniger Reibung und läuft deshalb besser durch die Umlenkrollen

Warum müssen die Umlenkrollen möglichst nah am Befestigungspunkt angebracht werden?

• Um eine sofortige Reaktion nach dem Absprung am Stuntman zu bewirken muss eine direkte Kraftübertragung gewährleistet sein.

Was ist zu beachten bei der Verwendung von Bandschlaufen?

• Auftretende Kräfte: Wo sind Kräftedreiecke mit ungünstigem Winkel> 90° ?
• Material möglichst nicht verdrehen.
• Doppelt gelegte Bandschlaufen halten mehr.
• Ein doppelter Ankerstich aus Bandschlaufen muss so gelegt sein, das die Kraft nicht auf die Einzelschlinge wirkt.
• Auf Beschädigungen achten.
• Doppelte Sicherungen verwenden.

Verwendung von Karabinern:

• Nach Möglichkeit Stahlkarabiner verwenden. Sie halten mehr aus. Alu-Karabiner werden im Kletterport eingesetzt, da sie Gewichtssparender sind.
• Möglichst immer Schraubkarabiner verwenden, und auch immer zuschrauben. Schraubkarabiner unter Last nicht zuschrauben, da solche Karabiner auch nur unter Last wieder aufzuschrauben sind.

Sicherheitshinweise für das Überfahrtraining

- Der Fahrer trägt eine große Verantwortung für den/die Stuntman/woman. Daher ist während der Übung immer erhöhte Aufmerksamkeit gefordert.
- Niemals wird aus Spaß etwas mehr Gas gegeben, oder rasant angefahren um dann kurz vorher wieder runter zu bremsen o.ä..
- Vor dem Losfahren muß es eine klare Absprache zwischen Fahrer und Stuntman/woman betreffend der Geschwindigkeit und der Art der Übung geben.
- Alle Unbeteiligten bleiben aufmerksam außerhalb der Gefahrenzone stehen und lernen aus den Fehlern und positiven Übungen der anderen.
- Während des Wartens wird bei demjenigen, der als nächstes dran ist schon mal überprüft ob die Protektoren noch alle richtig sitzen und zwar jedes mal.

Es wird niemals aus Spaß so getan als hätte man sich verletzt, oder um Hilfe gerufen. Das kann im wirklichen Notfall ganz böse enden. Wird während des Stunts schauspielerisch eine Verletzungsszene nachgestellt sind alle Beteiligten darauf hinzuweisen. Während einer nachgestellten Szene in keinem Fall das Wort "Verletzt" erwähnen. Dieses Wort verwenden wir als Hinweis zu einer wirklichen Verletzung.

- Sofern sich Fahrer und Stuntman/woman nicht kennen bzw noch nicht zusammen gearbeitet haben, sollte jeder Stunt vorab ein paar mal geprobt werden.
- Abstehende oder Spitze, am Auto befindlichen, Gegenstände die den Stuntman / woman bei der Durchführung des Stunts verletzen könnten, sind vor Beginn sorgfältig zu entfernen.

Hinweise zum Fahren des Überfahrwagen

- Vor dem Losfahren Sitz richtig einstellen und anschnallen
- Vor dem ersten überfahren mit dem Wagen vertraut machen (wie kommt die Kupplung, Bremstest, wo ist der Rückwärtsgang).
- in gleichmäßigem Tempo zum Stuntman/woman hinfahren, ggf. Kupplung treten und Wagen nur noch rollen lassen.
- Soll der/die Stuntman/woman nur von der Motorhaube rollen, dann wird erst gebremst, wenn er/sie an der Windschutzscheibe ist.
- Wird auf das Dach gerollt oder über das ganze Fahrzeug, so muß in gleichmäßigem Tempo weitergefahren werden. Ggf. Wird die Bewegung auf das Dach mit einem kleinen Gasstoß unterstützt.
- Sämtliche Flüssigkeiten (Öl, Sprit, Kühlflüssigkeit), mindestens einmal, vor Inbetriebnahme des Stuntfahrzeugs prüfen.
- Die Bereifung des Stuntfahrzeugs ist auf Luftmangel und Beschädigungen ebenfalls, mindestens einmal, vor Inbetriebnahme zu prüfen.

Sie springen von Hausdächern, fliegen über Autokühler und stürzen Treppen hinab. Seit im deutschen Fernsehen zur besten Sendezeit immer häufiger Reifen quietschen und Fäuste aufeinander treffen, hat die Stuntszene ihr Nischendasein verlassen. Stuntmänner und -frauen sind nicht nur in Hollywood gefragt. "Es gibt kaum noch einen Fernsehfilm, in dem keine Actionszene vorkommt".

Für einen angehenden Stuntman ist Sportlichkeit unverzichtbar. "Besonders in den ersten Jahren muss man viel für die Fitness tun". Gefragt sei auch eine "künstlerische Ader". Stuntmen doubeln nicht nur Schauspieler bei gefährlichen Parts, sondern übernehmen ganze Filmszenen: "Rast im Film ein Auto ins Café, sind die Leute, die zur Seite springen, immer Stuntmen.

KASKADEUR GMBH 2011